Fragen rund um das Thema Biografien

Meine Vorgehensweise als Biografikerin.
Ich schreibe in der Ich-Form. Der Erzählende muss sich mit dem Text identifizieren können, so als hätte er ihn selbst geschrieben. Zuerst einmal lasse ich ihn zu Wort kommen und höre einfach nur zu. Dann ordne ich das Material, mache einen Vorschlag zur Buchstruktur und schreibe ein Probekapitel. Wichtig ist mir, Geschichten und Anekdoten aus dem Material herauszuarbeiten, damit der Text spannend und gut lesbar ist. Anhand des Probekapitels stimme ich mit dem Erzählenden Sprache und Stil ab. Außerdem berate ich bei der Auswahl von Bildern, die den Text ergänzen können oder beim Format und Layout eines Buches.


Was kostet ein Buch der Erinnerungen?
Das kommt ganz auf den Aufwand und den Umfang eines Buches an. Die Kosten einer Biografie umfassen neben Interviewzeit und Textarbeit auch Gestaltung, Umfang, Auflage sowie Format und Qualität des Buchmaterials. Jedes Buch wird individuell kalkuliert und genau auf die Kundenwünsche abgestimmt.


Die Biografie als Geschenk
Manchmal schenken Kinder und Enkel gemeinsam den Eltern oder Großeltern diese Lebenserinnerungen, oder es sind Freunde, die ein Buchprojekt ermöglichen – das ist nicht nur ein wunderbares Geschenk für den Erzählenden, sondern auch für die Nachkommen, den Freundeskreis oder Mitarbeiter und Geschäftspartner. Schließlich hinterlassen Erinnerungen nicht nur biografische Spuren, sondern sind auch ein Stück Zeit-, Firmen-, Vereins- oder Familiengeschichte.


Bei Firmenchroniken, Vereins- oder Stadtgeschichten finden sich immer wieder auch Sponsoren, die solch ein Projekt unterstützen. Zu Ideen und Fragen berate ich Sie gerne.

Weitere Informationen zur Biografiearbeit finden Sie auch unter Rohnstock-Biografien.

Lesen Sie hier den Artikel: „Geschichten, die das Leben schreibt“ - Ein Interview mit Sabine Tjørnelund im Siggi-Magazin, Seite 58-59.

 

 

Artikel aus dem Siggi Magazin: Geschichten, die das Leben schreibt

Unser Redaktionsmitglied Sabine Tjørnelund arbeitet als Texterin, Redakteurin und PR-Fachfrau. Und sie schreibt Biografien. Nicht die von sogenannten Prominenten - ihr liegen Lebensgeschichten von „Menschen wie du und ich“ am Herzen.

„Wenn Menschen sich an ihr Leben erinnern, es Revue passieren lassen und erzählen, dann ist das oft ein wahrer Fundus an spannenden Geschichten. Ob das Leben einer alleinerziehenden Verkäufe­rin in der Nachkriegszeit, der Aufstieg eines Automechanikers zum visionären Unternehmer, die Erin­nerungen von Mitarbeitern eines Betriebes anläss­lich eines Firmenjubiläums – all diese Geschichten sind es wert, sie aufzuschreiben und zu bewahren,“ sagt die Biografikerin.

Sie möchte jedoch nicht nur das Leben eines Menschen chronologisch niederschreiben. Sie sucht in den Erinnerungen ihrer Kunden nach Geschichten, die zum Beispiel repräsentativ für einen Lebensabschnitt sind, die auch schon einmal Enkel und Kinder beim Lesen der Autobiografie ihrer Mutter oder des Großvaters überraschen oder die Historie einer Firma lebendig werden lassen. „Ich möchte, dass das Buch des Lebens spannend zu lesen ist und Lust macht, darin zu stöbern.“

Sabine Tjørnelund arbeitet nach der „Rohnstock-Methode“, wie sie es nennt. Das Berliner Unternehmen „Rohnstock-Biografien“ ist Marktführer in diesem Segment und bildet sogar eigene „Autobiografen“ aus, zu denen auch sie gehört.

Im Interview erklärt Sabine Tjørnelund, wie sie zum autobiografischen Schreiben kam und was das Besondere ihrer Methode ist.

„Schon als Kind fand ich es spannend, wenn meine Oma erzählte. Ihre Geschichten, wie sie z. B. nach dem Krieg auf Hamstertour ging, um ihre Familie zu ernähren, hat leider niemand festgehalten. Mit Omas Tod gingen viele ihrer Erinnerungen verloren und damit auch ein Stück meiner Familiengeschichte. Das ist mir leider erst viele Jahre später bewusst geworden. Gerade deshalb möchte ich Menschen ermuntern und ihnen helfen, ihr Leben, ihre Familiengeschichte oder die ihrer Firma festzuhalten.“

Was ist das Besondere an der Rohnstock-Methode, nach der du schreibst.
Ich fühle mich ein bisschen wie Anwältin und Geburtshelferin, wenn mir jemand seine Lebensgeschichte erzählt. Ich helfe, Erinnerungen und Geschichten wieder „in die Welt zu bringen“. Dabei ist die Sicht des Erzählenden auf sein Leben der Maßstab, dem ich mich verpflichtet fühle. Natürlich prüfe ich historisch belegbare Fakten und achte auf Plausibilität. Aber die Sichtweise des Erzählenden und wie er/sie er etwas erlebt hat, stehen im Mittelpunkt.

Wie arbeitest du als Biografikerin?
Ich schreibe in der Ich-Form. Der Erzählende muss sich mit dem Text identifizieren können, so als hätte er ihn selbst geschrieben. Zuerst einmal lasse ich ihn zu Wort kommen und höre einfach nur zu. Dann ordne ich das Material, mache einen Vorschlag zur Buchstruktur und schreibe ein Probekapitel. Wichtig ist mir, Geschichten und Anekdoten aus dem Material herauszuarbeiten, damit der Text spannend und gut lesbar ist. Anhand des Probekapitels stimme ich mit dem Erzählenden Sprache und Stil ab. Außerdem berate ich bei der Auswahl von Bildern, die den Text ergänzen können oder beim Format und Layout eines Buches.

Was kostet so ein Buch? Und wie lange dauert es, bis es fertig gestellt ist?
Das kommt ganz auf den Aufwand und den Umfang eines Buches an. Jedes Angebot wird individuell kalkuliert und genau auf die Kundenwünsche abgestimmt. Manchmal schenken auch Kinder und Enkel gemeinsam den Eltern oder Großeltern diese Lebenserinnerungen – das ist nicht nur ein wunderbares Geschenk für den Erzählenden, sondern auch für die Nachkommen. Schließlich hinterlassen Erinnerungen nicht nur biografische Spuren, sondern sind auch ein Stück Zeit-, Firmen- oder Familiengeschichte. Deshalb sind Sorgfalt und Qualität bei mir oberstes Gebot. Es kann schon mal bis zu einem Jahr dauern, bis man seine Autobiografie in den Händen hält. Zu Vertragsangelegenheiten und Kostenrahmen sowie der Erstellung des Buches vom Layout über Auflage bis zum gedruckten Werk arbeite ich eng mit Rohnstock-Biografien zusammen.